Tag 6 – Rückblick

Tag 6 – Rückblick

Hallo liebe/r Leser/in,
jetzt sind wir an meinem letzten Projekttag angelangt. Vorerst möchte ich dir ganz herzlich dafür danken, dass du bis zum Ende mitgemacht hast. Ich freue mich sehr über deine Teilnahme! Es war viel Arbeit, dieses Projekt zu organisieren, aber es hat mir auch richtig Spaß gemacht. Ich hoffe sehr, dass die Artikel informativ waren, aber vor allem, dass sie dich dazu motiviert haben, ein paar kleine Alltagsroutinen einmal abzuändern und damit etwas Gutes für die Natur, von der wir alle abhängig sind, zu tun. Außerdem hoffe ich natürlich, dass du auch Spaß am Lesen und Umsetzen hattest. Ein paar Fragen hätte ich noch an dich:

  • Welche Informationen haben dich überrascht/ dein Interesse geweckt/ dich motiviert/ dich erschrocken?
  • Was ist dir in der Umsetzung gut gelungen/ schwer gefallen?
  • Welche Tipps kannst oder möchtest du in Zukunft in deinen Alltag integrieren?

Ich fand den Zeitpunkt für das Projekt am Anfang eines neuen Jahres deshalb gut, weil viele Menschen sich Vorsätze für das neue Jahr machen oder motivierter für Veränderungen sind. Konnte ich dich dazu bewegen, einen weiteren Vorsatz für 2016 in deine Liste mit aufzunehmen?
Das Ziel meines Projekts war hauptsächlich, dir zu zeigen, dass sich Umweltschutz sogar ziemlich einfach in deinen Alltag integrieren lässt. Oft bedarf es ja sogar nur ein bisschen mehr „Denkarbeit“ als vorher – man muss meistens nur ein bisschen besser Bescheid wissen. Die Bibliografie, die ich dir per E-Mail zusenden werde, enthält sowohl die Links aus meiner Recherche, als auch einige zusätzliche Links, die Informationen zu interessanten anderen Themen enthalten. Wenn du magst, kannst du da ja gerne mal reinschauen.
Wie bisher würde ich mich sehr über ein Feedback von dir freuen! Du könntest auch einfach die Fragen, die ich dir weiter oben gestellt habe, in den Kommentaren beantworten.
Also nochmal ein dickes Dankeschön an dich und deine Teilnahme! Hab einen guten Start ins Jahr 2016!
Liebe Grüße,
Vera

Tag 5 – Ernährung

Tag 5 – Ernährung

Hallo liebe/r Leser/in,
jetzt sind wir bei einem Thema angelangt, das wahrscheinlich jeder liebt: Essen! Wir haben heutzutage das Privileg alles kaufen zu können, worauf wir gerade Lust haben. Wo vor ein, zweihundert Jahren das Nahrungsangebot ausschließlich von der aktuellen Jahreszeit und dem Wetter bestimmt wurde, kann man zu heutigen Zeiten aufgrund von diversen Konservierungsmöglichkeiten, aber vor allem deshalb, weil es so leicht ist, Lebensmittel aus anderen Ländern zu importieren, jegliche Nahrungsmittel zu jeder Zeit kaufen. Wie bei der Nutzung des Autos bereitet auch unser Nahrungsangebot uns einen großen Komfort, den man auf jeden Fall schätzen sollte, ganz besonders deshalb, weil nicht jeder Mensch die Möglichkeit hat, überhaupt etwas auf dem Teller liegen zu haben. Was wir auch zu schätzen wissen sollten ist, dass wir heute, so gut wie nie zuvor, Möglichkeiten haben, uns gesund und ausgewogen zu ernähren.
Wie aber auch in so vielen anderen Fällen, wird bei den Möglichkeiten, die wir haben, nicht darauf geachtet, wie es dabei den Menschen, Tieren und der Natur um uns herum ergeht. Wer schält die Krabben, die in unserer Kühlabteilung im Supermarkt liegen? Welches Leben musste ein Tier ertragen, bevor es auf dem Pausenbrot landete? Wie viel Wald wurde schon gerodet, um auf den freigewordenen Flächen Soja anzubauen?
Was den Umweltschutz betrifft, gibt es ein weiteres, sehr schwerwiegendes Problem, das ich in der Einleitung schon gestreift habe: die weiten Wege, die Lebensmittel zurücklegen, bis sie hier in Deutschland sind und vor allem auch die Zeit, zu der sie angeboten werden. Achtest du beim Einkauf darauf, ob das, was du kaufst, gerade hier in Deutschland wachsen könnte? Schaust du nach, woher das Produkt kommt, das du den Regalen entnimmst? Es ist keine Seltenheit, dass viele Produkte aus Chile, Ecuador, Peru, Argentinien oder den USA kommt – oft nicht mal, weil es hier in Europa nicht wächst, sondern schlicht und einfach, weil es günstiger ist.
Darüber hinaus entstehen auch bei der Lebensmittelproduktion hohe CO2-Ausstöße, ganz besonders bei der Herstellung von tierischen Produkten. Durch die langen Transportwege (mit dem Flugzeug), der Kühllagerung, Gewächshäusern und maschineller Verarbeitung werden Lebensmittel, was die Umweltbilanzen angeht, zusätzlich belastet.
Wir können dem entgegensteuern, wenn wir folgendes bei dem Kauf und der Verarbeitung von Nahrung beachten:

  • Produkte sollten, wenn möglich, aus Deutschland oder zumindest der EU kommen, um lange Transportwege zu vermeiden (dies gilt meistens aber nur, wenn das Produkt gerade Saison hat). Dadurch gehen zusätzlich auch weniger Vitamine verloren und außerdem können wir uns sicher sein, dass die Anbauregeln für die Bauern und die Bodenqualität den EU-Vorgaben auch tatsächlich entsprechen. Auch gut zu wissen: was tatsächlich in Deutschland angebaut und hergestellt wurde, ist gentechnikfrei, da die Verwendung von Gentechnik im Anbau in Deutschland verboten ist.
  • Manchmal sollte man sich beim Einkauf doch auch überlegen, ob das jeweilige Produkt unter natürlichen Umständen gerade verfügbar wäre oder nicht. Und dann gilt es abzuwägen: ist es dir wirklich so wichtig, dass du zum Beispiel Erdbeeren im Winter oder Äpfel im Frühsommer isst? Oder kannst du dich auch mit einer Alternative befriedigen? Hier ein Link zu einem Saisonkalender für Lebensmittel: http://i.onmeda.de/saisonkalender_obst.gif
  • Es gibt zwar schon viele Menschen, die darauf achten, dass sie tierische Produkte nur in Maßen oder gar nicht konsumieren, aber mindestens genauso viele, die sich darüber gar keine Gedanken machen. Im Anbetracht dessen, dass Tierhaltung sehr umweltbelastend ist und Tiere unter teilweise schlimmsten Bedingungen gehalten werden, wäre es wünschenswert, wenn mehr Menschen sich dafür entscheiden würden, weniger tierische Produkte zu konsumieren oder einfach bewusster. Unter folgendem Link werden eingige Gründe, warum weniger Tierproduktkonsum dem Klimaschutz hilft, erklärt. http://www.derwesten.de/wirtschaft/weniger-fleisch-hilft-der-umwelt-id7757206.html Es ist doch schöner, seltener Fleisch zu essen und dafür qualitativ hochwertiges, von Tieren, die wirklich artgerecht gehalten wurden. Dann kann man meiner Meinung nach das Essen auch mehr genießen, nicht nur geschmacklich, aber auch aus ethischer Sicht. Und auch tierfreie Mahlzeiten sind vollwertig, machen satt und schmecken richtig lecker.
  • Um noch einmal auf Papierverwendung bzw. Abfall zu sprechen zu kommen: wenn du Essen zur Schule, in die Arbeit oder generell wenn du außer Haus gehst, mitnimmst, dann versuch doch Lunchboxen anstatt Alufolie, Plastiktüten oder Brotpapieren zu nehmen. Hierbei ist das Essen zum Einen besser geschützt, aber, ganz klar, spart man eine Menge unnötigen Müll.

Wie wäre es, wenn du versuchst, dich heute mal so richtig umweltbewusst zu ernähren? Ich bin gespannt, wie du diesen Tag empfindest und was es bei dir heute so zu essen gab. Schreib mir das doch gerne mal in die Kommentare!

Heute war der letzte Tag der greenstepsweek. Morgen folgt allerdings nochmal ein kleiner Artikel – sei gespannt 🙂

Liebe Grüße,
Vera

Tag 4 – Autofahren

Tag 4 – Autofahren

Hallo liebe/r Leser/in,
als 1886 das Auto erfunden wurde, hätte wohl niemand gedacht, dass irgendwann in der Zukunft beinahe jeder ein Auto besitzen würde, manche sogar zwei oder drei. Eine fantastische Erfindung, wenn es um Mobilität geht. Der Verkehr ist allerdings auch zu einem großen Teil Mitschuldiger bei den Treibhausgasemissionen insgesamt.
Viele benutzen das Auto so selten, wie möglich, um Spritkosten zu sparen, aber einige achten darauf weniger und fahren Auto nur aus Bequemlichkeit. Natürlich lassen sich manche Fahrten nicht vermeiden, man kann aber mit ein bisschen Planung und manchmal auch Überwindung ein paar Kilometer Autofahrt sparen.
Dir fehlt die Motivation dazu? Hier ein Beispiel, das veranschaulicht, wie viel CO2-Emissionen bei einer Autofahrt tatsächlich ausgestoßen werden.
Angenommen es werden einige Tonnen Äpfel von Argentinien nach Deutschland transportiert. Rechnungen zufolge hat dabei ein einzelnes Kilo Äpfel eine Energiebilanz von 163 Gramm CO2 insgesamt (von Argentinien bis hierher). Wenn allerdings ein Deutscher dann mit dem Auto zum Supermarkt fährt, um dieses Kilo Äpfel zu kaufen, wird der CO2-Fußabdruck dieses Kilos enorm in die Höhe getrieben – denn pro Kilometer stößt ein normaler Mittelklassewagen rund 160 Gramm CO2 aus!
Wenn es sich irgendwie in den Alltag integrieren lässt, ist es somit wirklich gut und effektiv, so viel wie möglich zu Fuß, mit dem Rad – oder dergleichen statt dem Auto zu erledigen, wenn man einen geringeren eigenen CO2-Fußabdruck beabsichtigt. Folgende positive Auswirkungen hat das:

  • Klar, man schützt die Umwelt, weil weniger schädliche Abgase entstehen
  • Man bekommt Bewegung und integriert somit den „Sport“ in alltägliche Erledigungen
  • Frische Luft tut gut, weil der Körper mal so richtig „durchgelüftet“ wird
  • Man kann während dem Weg entspannen und gewinnt ein bisschen Abstand zur Arbeit und zum Alltag
  • Viele gehen generell gerne spazieren, warum das nicht gleich mit anderen Erledigungen kombinieren?
  • Wenn du nicht selbst fährst, sparst du Kosten und musst keinen Parkplatz suchen, wirst nicht durch nervige Staus und Ampeln aufgehalten und kannst z.B. während der Fahrt mit der Bahn ein Buch lesen oder einfach mal gedankenlos aus dem Fenster schauen

Wie wäre es, wenn du heute versuchst, so viel wie möglich ohne das Auto zu erledigen?

  • Du könntest zum Beispiel ein paar Satteltaschen aus dem Keller kramen und mit dem Fahrrad deinen Einkauf erledigen
  • Wenn du das Auto nehmen musst, um gewisse Dinge machen zu können, ist es möglich, die verschiedenen Erledigungen so zusammenzulegen, dass du dabei weniger fahren musst (zum Beispiel auf dem Heimweg von der Arbeit noch bei der Post vorbei oder auf dem Weg zum Einkaufen die Kinder noch bei einer Freundin abliefern
  • Du könntest auch einfach mal nachschauen, wie so die öffentlichen Nahverkehrsanschlüsse zu deinem Wohnort sind und ob du manche Orte auch mit dem Bus oder der Bahn erreichen kannst
    Wenn du es im Alltag nicht schaffst, das Auto mal durch andere Fortbewegungsmittel zu ersetzen, versuch doch vielleicht mal einfach an anderen Tagen bewusst auf das Auto zu verzichten.
    Manchmal muss man einfach mal etwas anderes ausprobieren, und wer weiß, vielleicht freust du dich ja in Zukunft schon auf das Einkaufen mit dem Rad?
  • Und zu guter letzt muss man manchmal einfach seinen inneren Schweinehund überwinden 🙂

Liebe Grüße,

Vera

Tag 3 – Papiernutzung

Tag 3 – Papiernutzung

Hallo liebe/r Leser/in,
auch wenn wir eigentlich im Zeitalter der Digitalisierung leben, benutzen wir dennoch mindestens genauso viel Papier. Wenn ich daran denke, wie unglaublich viele Blöcke und Hefte ich allein in meiner bisherigen Schulzeit schon gekauft und beschrieben habe…! Aber nicht nur das, ob nun Bücher, Noten oder Zeitungen gedruckt, Geschäftsbriefe verschickt oder Geschenke verpackt werden, immer brauchen wir dafür Papier. Schau dich doch einmal in deiner Umgebung um und stelle fest, was alles aus Papier besteht. Ganz schön viel oder? Klar, an sich ist das ja gar nichts Schlechtes und mit Sicherheit gerade bei der Verpackungsindustrie eine tolle Alternative zu Plastik, denn Papier kann gut recycled werden.
Ich finde es gerade darum ganz besonders schade, dass Papierherstellungsunternehmen dennoch in den meisten Fällen alles andere als umweltschonend produzieren. Abgesehen davon ist es bei dem Papierverbrauch so, wie bei den meisten anderen Verbrauchsgütern auch – wir konsumieren in solchen Unmengen und oft auch so verschwenderisch, dass die Ressourcen knapper werden und die Erde ausgebeutet wird, nur um unsere Nachfrage zu stillen. Die Wirtschaft stoppt niemanden beim Kauf, wenn dadurch Umsatz gemacht werden kann, in vielen Fällen nicht nur auf Kosten von der Natur, aber auch von Menschen und deren Gesundheit bzw. auch vielen Tieren.
Bei der Papierherstellung werden nicht nur riesige Waldstücke vernichtet, sondern auch große Mengen an Wasser verbraucht, das dann in manchen Ländern ungesäubert wieder zurück in den Wasserkreislauf gelangt. Außerdem wird auch viel Energie für die Herstellung benötigt. Was auch wichtig ist zu wissen wäre, dass Papier in den allermeisten Fällen vor dem Verkauf gebleicht wird. Hierbei gibt es verschiedene Bleichmethoden, zum einen die äußerst umweltschädliche Chlorbleiche, die aber zum Glück immer weniger angewandt wird und zum anderen die Bleiche mit Chlordioxid, welche weniger umweltbelastend ist und mit dem Kürzel ECF („elementary chlorine free“) gekennzeichnet wird. Manchmal wird auch mit Wasserstoffperoxid oder Ozon gebleicht, was dann mit TCF („totally chlorine free“) ausgezeichnet ist.
Auf solche Siegel kann man beim Kauf generell auf jeden Fall achten, besser aber noch ist es, wenn man Recyclingpapier kauft. Dieses mag nicht jedermanns Sache sein, weil es einen gräulichen Unterton hat und einfach anders aussieht. Allerdings denke ich, dass das (im häuslichen Gebrauch zumindest) keine große Rolle spielt, wenn man dadurch die Umwelt weniger belastet. Folgende Vorteile haben Recyclingpapier:

  • Für die Herstellung ist es nicht nötig, Holz zu fällen, da man ausschließlich bereits vorhandenes Papier verwendet
  • Es wird viel weniger Wasser zur Verarbeitung benötigt
  • Das Papier muss weniger gebleicht werden
  • Es wird nur die Hälfte an Energie zur Herstellung benötigt
  • Recht offensichtlich aber dennoch wichtig zu erwähnen: durch Recycling wird allgemein die Menge an Müll reduziert

Wie wäre es, wenn du heute folgendes beachtest oder dir mehr Gedanken darüber machst:

  • Versuche so wenig Papier wie möglich zu verwenden: Blätter, die nur einseitig beschrieben sind, kannst du zum Beispiel als Einkaufszettel oder To-do-Liste verwenden; nutze den Platz auf dem Papier sinnvoll und überlegt
  • Richte dir ein Fach oder dergleichen ein, in dem du nur halb benutzte, übriggebliebene Blätter sammelst, die du nochmal wiederverwenden kannst
  • Solltest du neues Papier kaufen, achte doch einmal auf die Siegel, mit denen das Papier gekennzeichnet ist (PCF, Blauer Engel, FSC und PEFC (Siegel für naturbedachtem Umgang mit Holzrodung), EMAS (Unternehmer achtet auf umweltschonende Produktion) und viele mehr)
  • Papiertaschentücher kann man auch durch Stofftaschentücher ersetzen. Viele Menschen mögen das allerdings nicht, deswegen sollte man auch da auf jeden Fall darauf achten, dass die Taschentücher wenigstens mit bestimmten Umweltschutzzertifikaten ausgezeichnet sind
  • Für die Frauen unter uns: für Tampons und Binden gilt beinahe dasselbe. Sie werden natürlich auch (gezwungenermaßen) in Massen konsumiert und dabei entsteht eine riesige Menge Müll (ca. 17.000 Binden oder Tampons pro Frau in einem Leben). An dem Konsum an sich lässt sich leider nicht viel ändern. Hinzu kommt allerdings, dass die konventionell hergestellten Artikel immer gebleicht werden und auch nie zu 100% aus Baumwolle bestehen, sondern mit Plastik gemischt hergestellt werden. Das ist natürlich für die umweltfreundliche Müllversorgung sehr problematisch. Dabei gibt es schon mindestens genauso lange wie den Tampon auch andere, wiederverwendbare Alternativen, die trotzdem absolut hygienisch sind, die Umwelt viel weniger belasten und zudem noch vergleichsweise sehr günstig sind! Hast du zum Beispiel schon mal was von Menstruationscups, -schwämmchen oder ähnlichem gehört? Hier verlinke ich mal eine Seite, die interessante Informationen über dieses Thema liefert, schaut doch mal rein. http://www.utopia.de/ratgeber/oekorrekte-damenhygiene-alle-tage-wieder-jede-menge-muell-tampons-binden-slipeinlagen

Liebe Grüße,

Vera

Tag 2 – Elektrogeräte

Tag 2 – Elektrogeräte

Hallo liebe/r Leser/in,
wie du dem Titel schon entnehmen konntest, geht es im ersten Beitrag meines Projektes um Elektrogeräte, genauer gesagt um die, die du jeden Tag benutzt. Welche kommen dir da spontan in den Sinn?
Es fällt jedem sicherlich auf, dass das ganz schön viele sind. Als ich selbst überlegt habe, bin ich locker auf 20 Stück gekommen, die ich täglich benutze. Natürlich sind das Handy oder der Laptop der Vorreiter, es gibt aber auch einige andere Dinge, die wegen ihrer (inzwischen) selbstverständlichen Anwesenheit in einem Haushalt, zum Beispiel Lampen, den Geschirrspüler, Wasserkocher, Kaffeemaschine oder Staubsauger, schnell übersehen werden. Recht offensichtlich habe alle folgendes gemeinsam: sie brauchen Strom, um funktionieren zu können, klar.
Wie wird Strom eigentlich in Deutschland produziert? Woher kommt „dein“ Strom?
Natürlich kennt jeder Atomkraftwerke, weiß etwas mit dem Begriff  „Kohlekraftwerk“ anzufangen und auch regenerative Energiegewinnungsmethoden sind für viele (Deutsche) kein Fremdwort mehr.
Kleine Anmerkung: hast du schon einmal etwas von Strömungskraftwerken gehört? Ich wusste bis vor kurzen nämlich nicht, dass es sowas gibt! Ziemlich interessante Art der alternativen Energiegewinnung, falls du mehr darüber wissen möchtest, kannst du das hier nachlesen: http://www.erneuerbare-energien.cc/wasserkraft.php
Sicherlich wissen inzwischen auch die meisten, welche Kraftwerkarten eher weniger umweltfreundlich sind, deshalb werde ich auf die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kraftwerke nicht näher eingehen. Wichtiger ist mir, dass du weißt: Fast die Hälfte der Stromversorgung in Deutschland wird durch Kohlekraftwerke zur Verfügung gestellt, die durch viel CO2 Ausstoß nicht gerade förderlich für unsere Umweltpolitik sind, zumal deutsche Kohlekraftwerke vergleichsweise viel höhere CO2-Emissionen haben als die der meisten anderen Länder auf der Welt.
Zurück zu den Elektrogeräten. Sie brauchen also Strom, der von verschiedenen Kraftwerken produziert wird, welche unterschiedliche Umwelteinflüsse haben. Nun beeinflussen wir ja als Konsumenten des Stroms auch, wie viel Strom tatsächlich zur Verfügung gestellt wird – die Nachfrage bestimmt das Angebot. Das bedeutet automatisch, dass wir, wenn wir ein paar kleine Dinge beachten, nicht nur Strom sparen können und das für die Umwelt im Umkehrschluss gut ist, sondern natürlich auch (kleiner positiver Nebeneffekt 🙂 ) unseren Geldbeutel ein bisschen schonen.
Wusstest du zum Beispiel schon, dass laut Umweltbundesamt pro Jahr ca. 4 Mrd. Euro Stromkosten bezahlt werden, nur weil unsere Geräte nicht aus dem Standby-Modus ausgeschaltet werden? So gesehen ist das weggeworfenes Geld und unnötige Umweltbelastung. Wenn jeder darauf achten würde, einfach nur die Geräte wirklich auszuschalten oder mal den Stecker zu ziehen (auch wenn es manchmal nervig ist sich vom gemütlichen Sofaplatz hinter den Fernseher zu verrenken), hätte man viel getan.
Schreib dir doch kleine Zettel, die du an deine Türen klebst, auf denen Dinge wie „Hast du schon das Licht ausgemacht?“ oder „Denk daran, das Handyladekabel auszustrecken“ stehen. Vielleicht hilft dir das ja für den Anfang, wenn du bis jetzt nicht darüber nachgedacht hast. Mit der Zeit geschieht das absolut automatisch und du musst gar nicht mehr daran denken.
So, jetzt nochmal zusammengefasst. Die „Aufgabe“ des heutigen Tages für dich ist:

  • Finde heraus, welche Geräte bei dir auf Stand-by gestellt sind oder immer laufen, ohne dass du sie brauchst. Solche Kandidaten wäre zum Beispiel das Radio, der Fernseher bzw. Receiver und das Handy-, Zahnbürsten- oder Rasierapparatladegerät. Überlege dir, ob du diese Geräte tatsächlich immer eingesteckt bzw. eingeschaltet brauchst oder ob du sie stattdessen einfach nur dann anmachen kannst, wenn du sie brauchst.
  • Schreibe dir kleine Erinnerungszettelchen für das Ausschalten von Lampen und Geräten, das Ziehen von Steckern und das Umkippen von Schaltern, die Geräte mit Strom versorgen.
  • Versuche doch auch einfach mal bewusster darauf zu achten, wann du tatsächlich Strom verbrauchst und ob sich das evtl. auch verringern lässt, zu Gunsten von deinen Stromkosten und der Umwelt allgemein. Hier einige Beispiele, wie du deinen Stromverbrauch senken kannst: stell die Spülmaschine nur dann an, wenn sie wirklich voll ist und versuche den Platz in ihr bestmöglich zu nutzen; versuche die Anlässe dafür, den Backofen anzumachen, zu planen – wenn du zum Beispiel einen Kuchen backen möchtest kannst du kurz davon einfach ein Mittagessen aus dem Backofen machen und somit die danach verbleibende Hitze sinnvoll und direkt nutzen; Föhn und Staubsauger verbrauchen zum Beispiel viel Strom auf einmal – versuche beides so oft wie nötig aber so selten wie möglich zu benutzen
  • Solltest du heute oder in nächster Zeit ein Elektrogerät kaufen, frag doch mal nach ob dieses Modell energiesparend ist oder wenn nein, ob es da noch Alternativmöglichkeiten gäbe. Heutzutage haben die Geschäfte da zum Glück schon einige Angebote.

Ich hoffe du fandest den Artikel hilfreich und inspirierend. Ich bin gespannt auf dein Feedback!
Liebe Grüße,
Vera

Tag 1 – Herzlich Willkommen zu meinem Umweltschutzprojekt!

Tag 1 – Herzlich Willkommen zu meinem Umweltschutzprojekt!

Hallo liebe/r Leser/in!

Es freut mich sehr, dass du dir die Zeit genommen hast, meinen Blog zu besuchen. Herzlich Willkommen! Wie ich in der Einladungsemail schon angedeutet habe, setzte ich durch diesen Blog ein Projekt um, welches zu mehr Umweltbewusstsein im Alltag, durch kleine Tricks und mehr Aufmerksamkeit, führen soll. Ich interessiere mich schon seit einiger Zeit sehr für dieses Thema, der konkrete Anlass für das Projekt ist aber ein anderer.

Ich möchte dir in diesem Artikel erklären, wie es zu dem Projekt kam, wie das Projekt stattfinden wird, was meine Ziele sind und wie du daran teilnehmen kannst. Ich würde mich freuen, wenn du dir das einfach mal durchliest und dann entscheidest, ob du mitmachen möchtest. Es werden dich keine großen Aufgaben und keinerlei Verpflichtungen erwarten. Aber sieh einfach selbst…
Der Anlass für dieses Projekt
Im Sommer 2015 war ich zwei Wochen lang auf einer „Global Prep Summer School“, also eine Art Ferienprogramm, welches von der Organisation AFS geplant und durchgeführt wurde. Genauer hieß dieses Camp „Danube Green Summer School“. Wie der Name schon verrät, ging es in diesem Camp um die Donau und ihre Bedeutung für die Natur und auch generell um Natur- und Umweltschutz. Aus allen Ländern entlang der Donau kamen Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren nach Ulm, um dort gemeinsam 2 Wochen lang über verschiedene Umweltthemen zu lernen und sich auch kulturell auszutauschen. Geleitet wurde unsere Gruppe von einigen Freiwilligen der Organisation AFS.
Wir haben viele Workshops und Exkursionen zum Thema Umweltschutz, Umgang mit der Natur und Konsum gemacht, wie zum Beispiel eine Analyse der Wasserqualität eines Naturschutzgebietes an der Donau oder Lehrwanderungen durch die Wälder nahe Ulm mit einem Förster. Aber auch etliche andere Themen wie Stromversorgung, Kraftwerke oder Klimawandel wurden uns nahegebracht.
Das Programm war richtig toll und detailreich organisiert und wer Lust hat, kann gerne auch einmal die Website von AFS besuchen und sich ein Bild von der Organisation und deren Angebote machen. Sie bieten auch tolle andere internationale Jugendaustauschprogramme, Auslandsaufenthalte und ähnliches an. http://www.afs.de/
Und nun zum Wesentlichen: Das ganze Programm sah wegen einer finanziellen Förderung Baden Württembergs auch vor, dass jeder Teilnehmer im Gegenzug nach Programmende zuhause sein Wissen in Form eines Projekts an andere weitergibt. Wie wir dieses Projekt allerdings ausführen sollten, wurde uns völlig frei gelassen, da war unsere Kreativität gefragt.
Für was habe ich mich entschieden?
Ich selbst bin eine begeisterte Leserin und interessiere mich für sehr viele verschiedene Dinge. Ich habe an meiner alten Schule auch an einem sogenannten „Schülerblog“ mitgewirkt und habe mir schon generell sehr lange überlegt, einfach aus Spaß einen Blog zu gestalten und zu teilen, was mich bewegt und mir so durch den Kopf geht.
Als wir dazu aufgefordert wurden, uns zu überlegen, wie wir unser Projekt gestalten wollen, fiel mir sehr schnell ein, dass ich das „Blogging“ nutzen könnte, um anderen mein Wissen über Umweltschutz, Natur und einen nachhaltigen Lebensstil, der unserer Erde weniger schadet, weiterzugeben. Und als ich diesen Gedanken weiter verfolgte, kam mir die Idee für die greenstepsweek
Aufbau und Ziel meines Projekts
Ich möchte insgesamt 4 Tage lang täglich einen Artikel auf meinem Blog hochladen, dessen Inhalte sich rund um Naturschutz und einen klimaneutraleren Lebensstil, der sich in das alltägliche Leben integrieren lässt, dreht. Damit will ich erzielen, dass die Leser/innen meines Blogprojekts an den jeweiligen Tagen mehr auf das dort angesprochene Thema achten und dadurch während dieser Zeit ein umweltbewussteres Leben führen. Hoffentlich lässt sich dadurch feststellen, dass es gar nicht so schwer ist, einen nachhaltigeren Lebensstil tatsächlich in die Tat umzusetzen. Es bedarf oft nur das Know-How und ein bewussteres Entscheidungentreffen im Alltag. Das einzige, was du also bei der Teilnahme tun „müsstest“ wäre, dir morgens den Artikel durchzulesen und zu versuchen, tagsüber das Angesprochene so gut es geht in die Tat umzusetzen.

Um keine Artikel zu verpassen, kannst du einfach deine E-Mail Adresse rechts bei dem „Folgen“ Feld eintragen, dann erhältst du automatisiert von mir eine Benachrichtigung, sobald ein Artikel hochgeladen wurde. Ich fände es super, wenn du mitmachst und die Natur bestimmt auch! 🙂 Gerade jetzt, ganz am Anfang vom neuen Jahr, ist dieses Projekt meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit, das Jahr positiv zu starten und etwas Gutes zu tun.
Ein paar letzte Worte…

Ich habe sehr viel Mühe und Zeit in dieses Projekt investiert, hatte aber auch großen Spaß daran. Es wäre toll, wenn sich meine Arbeit gelohnt hat und du meine Beiträge liest. Schön wäre es auch, wenn du unter meinen Artikel kommentierst, was dir nach dem Lesen so durch den Kopf geht oder vielleicht auch noch zusätzliche Informationen, die das Thema betreffen bzw. Kritik und Verbesserungen, denn natürlich bin ich kein Fachmann, sondern interessiere mich nur sehr für Naturschutz, weil mir das einfach am Herzen liegt. Selbstverständlich habe ich aber auch zusätzlich noch recherchiert und werde euch eine Bibliografie am Ende des Projekts veröffentlichen, damit du bei Bedarf ein bisschen weiterlesen und Informationen nachvollziehen kannst. Wenn du generell Fragen hast, schreib mir doch eine E-Mail an: vera.greenstep@web.de oder einen Kommentar unter dem jeweiligen Blogpost.
Und zu guter Letzt: Es ist mir klar, dass die umweltbewusste Handlung eines Einzelnen nicht enorm viel bewirkt und nicht immer rational ist. Hier, finde ich, passt allerdings ein schönes Zitat von Emma Watson bei einer UN-Rede:

If not me, who? If not now, when?

Mit dem Beitrag eines jedes Einzelnen, mit jedem Schritt, den wir in Richtung umweltbewusstes Handeln gehen, und wenn es in manchen Situationen auch zeitaufwendig oder teurer ist, sind wir doch einer von denen die zeigen: es ist mir nicht egal, was mit unserer Erde, unserem Lebensraum geschieht. Wenn niemand etwas tut, kann sich auch nichts verändern.
DANKE, für deine Zeit und Bereitschaft, darüber freue ich mich sehr und ich bin gespannt, wie die greenstepsweek so wird.
Liebe Grüße,
Vera